Sprachförderung

Die Grenzen deiner Sprache sind die Grenzen deines Denkens.

Exler, Georg Wilhelm

Sprachfördernder Unterricht findet in allen Fächern statt und umfasst folgende Lernbereiche:

  • Hörverstehen
  • Wortschatzerweiterung
  • Einüben grammatischer Strukturen
  • Textverständnis
  • Textproduktion
  •  Kommunikation

Seit 2014 ist unsere Schule eine von 80 Grundschulen in der Bezirksregierung Köln, die sich an dem Projekt „QuisS – Qualität in sprachheterogenen Schulen“ beteiligen.

Ziel dieses Projektes ist es, allen Kindern einen bestmöglichen Lernerfolg zu ermöglichen. Eine gelebte Kultur der Wertschätzung und das bewusste Umgehen mit Vielfalt sehen wir als Grundlage für die erfolgreiche Arbeit unserer Schule. Wir fördern das interkulturelle Lernen und beziehen die Lebenswelten unserer Schülerschaft in den Unterricht mit ein.

Wesentlich ist dabei für uns, dass Sprache systematisch im gesamten Unterricht gefördert wird und auch die Herkunftssprachen der Familien mit Zuwanderungsgeschichte einen wichtigen Stellenwert erhalten. Die Muttersprache ist ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Kultur und eine wichtige Grundlage beim Erlernen der deutschen Sprache.

Da uns eine sprachsensible Unterrichtsentwicklung sehr wichtig ist, hat sich das gesamte Kollegium für das Sprachbildungsprogramm „DemeK- Deutsch in mehrsprachigen Klassen“ fortbilden lassen.

Was ist DemeK?

DemeK ist ein strukturiertes Sprachprogramm, das den Kindern Zeit und Gelegenheit gibt, korrektes Deutsch zu hören und zu sprechen, später dann auch zu schreiben.

Wie sieht dies in der Praxis aus?

Grundlage ist zunächst die Artikelsensibilisierung, d.h. die korrekte Verwendung der Artikel der, die, das. Den Artikeln wird jeweils eine Farbe zugeordnet. Grammatikphänomene können hierdurch einfach sichtbar gemacht werden.

Sprachrunden sind ein weiterer wichtiger Bestandteil des DemeK-Konzepts. Satzstrukturen oder sogenannte chunks (Satzbausteine) werden auf vielfältige Art und Weise spielerisch eingeübt. Grundlegende sprachliche Strukturen können somit „nebenher“ eingeübt werden.

Die generative Textproduktion nimmt zudem einen wichtigen Stellenwert ein. Hierbei sprechen und schreiben Kinder Texte auf der Basis vorgegebener Textmuster, meist handelt es sich hier um ein Gedicht oder ein Bilderbuch. Der Text wird durch das Austauschen einzelner Elemente verändert. Die grammatischen Strukturen werden von den Kindern implizit erworben. Wortmaterial für den eigenen Text wird gesammelt und eingesetzt. Kindern mit geringeren deutschen Sprachkenntnissen wird so die Produktion sprachlich korrekter Texte ermöglicht. Kindern mit guten Deutschkenntnissen wird ebenfalls viel Spielraum gegeben, ihren Wortschatz kreativ einzusetzen um eigene Texte zu verfassen.

Hier finden Sie Näheres zum DemeK-Konzept