Infotheken

Infotheken bieten einen geeigneten Rahmen, um sowohl neue Lernmethoden einzuführen als auch bekannte Methoden zu vertiefen.

Unter dem Begriff „Infotheken“ ist ein Unterrichtsmodul zu verstehen, in dem Kinder dazu angeleitet werden, zu einem selbstgewählten Thema Informationen zu sammeln und diese auf verschiedene Weise zu verarbeiten. Infotheken können sowohl im Klassenunterricht als auch in klassenübergreifenden Lerngruppen durchgeführt werden.

Im Folgenden soll eine Möglichkeit der Durchführung – wie sie an unserer Schule praktiziert wird – kurz vorgestellt werden:

Aus 10 – 12 Kindern wird eine Projektgruppe gebildet, der zusätzliche Trainingsstunden zur Verfügung stehen. Die Kinder wählen einen Arbeitspartner, mit dem sie ein gemeinsames Thema bestimmen. Zu dem so gefundenen Thema sammeln die Kinder Informationen, wobei sie unterschiedlichste Quellen nutzen (Fachlit

eratur, Expertenbefragung, Internet…). Die gesammelten Informationen werden gesichtet, bewertet und festgehalten (Brainstorming, Mindmap, Lernplakat…).

Im Anschluss daran werden die Ergebnisse zu einem Referat weiterverarbeitet, hierbei muss eine eigene Vortragsstruktur entwickelt werden. Das Einüben des Referats bildet die letzte Phase des Unterrichtsmoduls. Mit der Präsentation des Vortrages vor unterschiedlichem Publikum findet das Modul seinen Abschluss.

Infotheken, wie hier dargestellt, bieten optimale Voraussetzungen, um sowohl intellektuelle Fähigkeiten als auch soziale Kompetenzen in hohem Maße zu fördern.